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Canasta
 

Geschichte des Canasta Spiels

Allgemeines

Canasta ist eines der bekanntesten Kartenspiele und ist grundsätzlich für vier Spieler, die sich in zwei Paare aufteilen. Allerdings gibt es natürlich auch Varianten für zwei, drei oder auch fünf und sechs Personen. Der Begriff Canasta stammt aus dem Spanischen und bedeutet übersetzt Korb. Die Entstehung des Names lässt Rückschlüsse auf die frühere Spielweise schließen, bei der wahrscheinlich die Karten in einen korbartigen Behälter nebeneinander gelegt worden.

Das Spiel bildet eine Unterart des Rommés oder auch des Bridges.

Canasta wird mit 108 französischen Spielkarten, also zweimal 52 Blatt und vier Jokern, gespielt. Jeder Spieler erhält 11 Karten. Die restlichen Karten werden verdeckt in die Mitte des Tisches gelegt und bilden den so genannten Stoß oder auch Talon. Die oberste Karte dieses Kartenstapels wird umgedreht und aufgedeckt neben den Stapel gelegt.

Die Entdeckung und Verbreitung

Erfunden hat dieses gesellige Spiel ein Rechtsanwalt, Segundo Santos. Er soll es zusammen mit seinem Bridge-Partner einem Architekten, namens Alberto Serrato, ungefähr im Jahr 1939 entwickelt haben. Die späteste Datierung liegt in den Anfängen des Jahres 1940. Zu diesem Zeitpunkt kam es über Südamerkia nach Uruguay und Argentinien. In die vereinigten Staaten, nach New York kam es durch eine Frau, Josephine Artayate de Viel. Von dort ging die Reise weiter nach Großbritannien und eroberte so den europäischen Kontinent.

Es entwickelten sich aus dem ursprünglichen Spiel im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Spielweisen. Unter anderem das Samba-Canasta, das Wiener-Canasta. Zu den verschiedenen Spielstrategien entwickelten John R. Crawford und Oswald Jacoby, zwei hervorragende Bridge- und Backgammon-Spieler verfassten vielgelesene Bücher, in denen sie alle Techniken erläutern.

Der Grund für die Abweichungen der damals festgelegten Regeln, liegt wahrscheinlich in den unterschiedlichen Kulturkreisen und den verschiedenen Vorlieben.

Die wichtigsten Abweichung der offiziellen Regeln, lassen sich in einer Liste zusammenfassen:

  • Anzahl der verwendeten Kartenpakete (Samba-Canasta werden drei statt zwei Whistspiele mit Jokern verwendet)
  • Anzahl der echten Joker (oft sechs anstelle der originalen vier)
  • Anzahl der Karten, die jeder Spieler beim Teilen erhält (dreizehn statt elf)
  • Limits für die Erstmeldung
  • Meldungen von ausschließlich wilden Karten, so genannte Joker-Canasta
  • Meldung eines sogenannten Sperr-Canastas (vier schwarze Dreier plus drei Joker (oder drei schwarze Zweier oder drei rote Zweier; Bewertung 1.500 Punkte)
  • Bedingungen für das Aufnehmen des Abwurfstapels
  • Möglichkeit an fertige Canasta Karten anzulegen
  • Prämien für gemischte Canasta (abhängig von Anzahl der enthaltenen wilden Karten, Bedingungen für das Ausmachen, Bewertung der roten Dreier, die für das Ende der Partie benötigte Punktezahl)

In den 1950ern war Canasta, neben Brigde, das am häufigsten gespielte Kartenspiel weltweit.

Bis heute hat sich Canasta erfolgreich durchgesetzt und wird in geselliger Runde gerne gespielt. Es gibt viele Gruppen, die sich zusammen getan haben und sogar richtige Tuniere spielen. Auch der Onlinezulauf wächst immer mehr und das Spiel wird vielleicht bald an seine früheren Erfolge anknüpfen können.

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